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Vollblutpferde - Warmblutpferde - Kaltblutpferde - Ponys
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Die Hauspferderassen unterscheidet man in Warmblüter, schwere Warmblüter,
leichte Kaltblüter, Kaltblutrassen, Vollblüter (arabische Rassen),
Ponys (Kleinpferde) und sonstige Pferde.

Pferde
-Bild:Bild von einem jungen Pferd, Datum: Januar 2008
, wenn gleich dieser Begriff leicht irreführen kann, hat nichts
mit "kaltblütig" im Sinne der Körpertemperatur zu tun, so wie z. B.
bei Amphibien oder Reptilien. Kaltblütig bezieht sich auf das
hohe Körpergewicht, gepaart mit dem ausgeglichenen,
ausdauernden und sehr ruhigen Temperament des
Tieres. Kaltblutpferde zeichnen sich durch
ihre Kraft und Gutmütigkeit aus.
Knapp zwei Tonnen sollen Kaltblutpferde transportieren können. Während sie
früher häufig als Reit- und Zugpferde oder Streitrösser bzw. Ritterpferde
gebraucht wurden, kam es - Mitte des 20. Jahrhunderts - im Zuge
der Motorisierung zum drastischen Einbruch ihres Bestandes.
Heute findet man noch einige dieser "starken Pferde" als
Arbeitstiere hauptsächlich in der Forst- / Landwirtschaft.
Da sie sehr schwerfällig sind, werden sie nicht als
Renn- oder Dressurpferde genutzt. Neuerdings
hat man Kaltblutpferde mit ihrem gutmütigen
Temperament als Familien- Zug & Reittiere
entdeckt und ihnen damit einen Platz
in der Gesellschaft gesichert.
Beispiele für Kaltblutpferde
Belgier / Brabanter
Bretone
Clydesdale
Jütländer
Muraközer
Nordschwede
Noriker
Pinzgauer
Süddeutsches Kaltblut
Percheron
Schleswiger
Shire Horse
Rheinisch-Deutsch
Wladimirer Traktorenpferd
Suffolk Punch

Pferde
-Foto:Foto: "Pferd auf einem Bauerngut", Datum: Januar 2008
Die Warmblutpferde stellen mit über 100 Rassen den größten Anteil der
Hauspferde. Sie sind etwas schwerer und ruhiger als Vollblutpferde,
aber leichter und temperamentvoller als die Kaltblutpferde. Sie
wurden in der Vergangenheit häufig als Reit-, Wagen- sowie
Kutschpferde von Bauern und Händlern genutzt.
Während früher leichte und schwere Warmblüter gezüchtet wurden, geht
die Tendenz heute zum leichten Warmblut. Durch die Kreuzung mit
Vollblutpferden sind sehr sportliche Pferde entstanden. Diese
für den Hochleistungssport spezialisierten Pferde eignen
sich für den Reit- und Fahrsport, aber auch in der
Freizeit werden Warmblutpferde als Kutsch-,
Gelände- und Lehrpferde gern eingesetzt.
Beispiele für Warmblutpferde:
Altér Real
Andalusier
Gelderländer
Hannoveraner
Holsteiner
Lipizzaner
Morgan Horse
Ostfriese (OF) / Oldenburger (OL)
Trakehner
Wielkopolska
Pferde
-Fotografie:Fotografie "heimische Pferde", Datum: 2007 (l) und 2010 (r)
Als Vollblutpferde bezeichnet man Pferde deren Abstammung auf die Araberpferde
zurückgeht. Man unterscheidet dabei zwei Haupt-Rassen. Den Vollblutaraber
aus dem vorderen Orient, dessen Stammesgeschichte ins 7. Jahrhundert
zurückreicht und den "Englischen Vollblüter", der vom Araber abstammt
und seit ca. 300 Jahren in England gezüchtet wird. Die "Englischen
Vollblüter" werden als die schnellsten Pferde der Welt gehandelt
und erzielen enorme Preise auf Auktionen. Vollblutpferde haben
einen feingliedrigen, sportlichen Körperbau, Temperament
und zeichnen sich durch ihre Schnelligkeit aus. Ihre
Einsatzgebiete im Sport findet man u. a. beim
Galopprennen, Vielseitigkeitsreiten, beim
Distanzreitsport, Hochsprung ...
Kreuzungen von Vollblutpferden mit Warmblütern
bezeichnet man als Halbblutpferde.
Pferde
-Abbildung:Abbildung "helles Pferd auf Koppel", Datum: September 2007
Töne von Pferdebewegungen
Pony / Kleinpferd
Als Pony / Kleinpferd bezeichnet man kleinwüchsige Pferde mit einem
Widerrist (Schulterhöhe) unter 148 cm. Da diese Kleinpferde
ausgesprochene Herdentiere sind und ständig den Kontakt
zu ihren Artgenossen suchen, sollten Ponys nicht einzeln
in Boxen gehalten werden. Aufgrund ihrer geringen
Größe wurden sie oftmals zur Kohlebeförderung
im Bergbau eingesetzt. Heute ist das Pony
ein beliebtes Reit- und Freizeitpferd,
das schon die Kleinen transportiert.
Hierbei muß ein gewisses Maß an Sensibilität den Tieren entgegengebracht
werden, damit der oftmals immense Reitbetrieb der Kinder
nicht zur Qual für die Ponys wird.
Aegidienberger
Albaner
Haflinger
Belgisches Reitpony
Dartmoor-Pony
Deutsches Reitpony
Dülmener Wildpferd
Exmoor Pony
Lewitzer
Liebenthaler Pferd
Shetland Pony

Pferde
-Photo:Photo von einem "Pony", Datum: Februar 2008
Verhaltensstörung bei Pferden:
Beißen, Scheuen, Ausschlagen, Zungestrecken, Koppen (übertriebenes
Luftschlucken und Zähnekratzen), übertriebenes Zaunlauf oder
Kopfnicken... Diese psychischen Verhaltensstörungen
können durch Mißachtung der natürlichen Bedürfnisse
von Pferden hervorgerufen werden.
Die Ursachen sind oftmals Langeweile, Einsamkeit durch Einzelhaltung
oder Vernachlässigung, aber auch Streß und Überforderung... Um die
Gesundheit dieser Vierbeiner nicht zu gefährden, sollte immer
an eine artgerechte Haltung gedacht werden. Dabei zählt die
Tatsache, daß die Pferde Dauerfresser, Flucht- und Herden-
tiere sind. Diese Grundbedingungen sollten so gut
wie möglich umgesetzt werden, um psychisch
und physisch gesunde Tiere zu erhalten.
Gefährdete Pferde-Rassen Deutschlands:
Alt-Württemberger (Warmblut)
Arenberg-Nordkirchner(Kleinpferd)
Dülmener (Pony)
Rottaler (Warmblut)
Rheinisch Deutsches Kaltblut
Schleswiger Kaltblut
Lehmkuhlener-Pony
Schweres Warmblut (OL/OF)
Senner
Exmoor-Pony
Pfälzer Ardenner (Kaltblut)
Schwarzwälder Kaltblut
Leutstettener Pferd (Halbblut)

Pferde
-Bild:Bild: "Stute mit Jungtier", Datum: Januar 2008
Mischformen von Pferd und Esel
Bei der Kreuzung von Pferden mit Eseln entstehen Mischformen wie das
Maultier, auch Muli genannt, und der Maulesel. Ein Maultier entsteht,
wenn der Vater ein Esel und die Mutter ein Pferd ist. Maultiere
sind etwas größer als der Eselvater, aber kleiner als die
Pferdemutter. Maultiere sind fast immer unfruchtbar
und bedürfen daher einer besonderen Zucht.
Der Maulesel ist der Nachkomme eines Pferdevaters und einer Eselmutter.
Er ähnelt dem herkömmlichen Esel sehr. Die männlichen Maulesel sind
unfruchtbar und die weiblichen können sich gelegentlich fortpflanzen.
Die Maulesel sind besonders belastbar und erholen sich schnell von
Strapazen. Sie erreichen ein außergewöhnlich hohes Lebensalter.
Esel
-Foto:Bild: "Esel im Tierpark", Datum: Januar 2008